Apr 16

http://www.abgeordnetenwatch.de/helga_lopez-650-5973–f175527.html#frage175527

ihre vorgetragenen Bedenken teile ich. Der Deutsche Bundestag hat eine Expertenanhörung zu dem Thema “Sperrung von Internetseiten mit Kinderpornographie” durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass der Vorschlag der Familienministerin in der Praxis wenig Wirkung zeigen wird. Fachleute vom Verband der deutschen Internetwirtschaft oder vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) haben darauf hingewiesen, dass die Umgehungsmöglichkeiten sehr groß sind. Verhindert werden kann lediglich der Zugriff von so genannten Gelegenheitsnutzern. Ministerin von der Leyen hat denn auch in einer Debatte im Deutschen Bundestag eingeräumt, dass die Sperre umgangen werden kann.

Apr 16

Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren” (zeit.de)

ZEIT ONLINE: Warum sind Sie gegen Frau von der Leyens Plan der Netzsperren?

Bahls: Weil er Kinderpornografie nicht bekämpft. Da ist irgendwo im Internet ein Missbrauch dokumentiert und die Bundesregierung schaut weg. Und sagt uns Bürgern, wir sollen auch wegschauen. Was noch viel krasser ist: Es werden zwischen den Staaten nur die Sperrlisten für die Filter ausgetauscht. Doch niemand bekämpft in seinem eigenen Land die Server, auf denen die Inhalte lagern. Wenn die zu den 1.500 Adressen gehörenden Server in den USA, Holland, Kanada und Deutschland dicht gemacht würden, die derzeit existieren, wären 90 Prozent der weltweit mit einem Browser erreichbaren Kinderpornografie nicht mehr verfügbar.
Auf der norwegischen Sperrliste, die das Bundeskriminalamt unter anderem verwenden will, sind beispielsweise auch 25 deutsche Server verzeichnet, mit 70 genuinen Domain-Namen. Insgesamt gibt es hierzulande sogar über 200 Domain-Namen. Von denen ist ein großer Teil bei einer Firma geparkt, auf deren Seite Domains verkauft werden können. Damit hat diese Firma wahrscheinlich echte Kontaktdaten. Wie sollen sonst die Verkäufe abgewickelt werden? Das Bundeskriminalamt müsste nur zu dieser Firma gehen und die Inhaber der Domains ermitteln.

“Internet-Sperren – Experten greifen von der Leyen an” (handelsblatt.com)

Apr 16

Freitag der 17te

Allgemein Kommentare deaktiviert

Zensursel - niemand hat die absicht das internet zu sperren
(Anstoß zu meiner Kreation und der Domainregistrierung war:
http://netzpolitik.org/2009/zensursula-oder-kreativ-gegen-internetzensur/)

MAHNWACHE AM FREITAG: KEINE SCHEUKLAPPEN FÜRS NETZ! (netzpolitik.org)

Wann & Wo?
Am Freitag, den 17. April 2009
Zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr
Vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)
Reichstagufer 14 | U+S-Bhf. Berlin-Friedrichstraße
Karte: maps.google.de
(…)
Was?
Am Freitag wollen die größten Internetprovider Deutschlands einen Vertrag mit Bundesfamilienministerin von der Leyen unterzeichnen, in dem sich die Provider freiwillig verpflichten über das Internet zugängliche, kinderpornographische Inhalte herauszufiltern bzw. zu sperren.
Wir sind überzeugt, dass mit diesem Vorgehen weder der eigentliche Missstand des Kindesmissbrauchs noch dessen Dokumentation im Internet gelöst werden kann. Die Probleme werden ausgeblendet und darüber hinaus Wege geschaffen werden, die eine Zensur des Internets für beliebige Inhalte ermöglichen.