Apr 18

nachtmagazin, 18. April 2009 (tagesschau.de)

Inkl. einem Interview mit Christian Bahls von “MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren” (mogis.wordpress.com)

Apr 18

BKA filtert das Web” (spiegel.de)

…könnten täglich bis zu 450.000 Zugriffe auf Kinderporno-Web-Seiten verhindert werden. …auch unter Fahndern gilt als Konsens, dass es so etwas wie eine kommerzielle Kinderporno-Szene zumindest im WWW, das nun gefiltert werden soll, gar nicht mehr gibt: Die Vertriebswege laufen längst anders.
(…)
Den jedoch vielleicht irritierensten Aspekt der Strategie, den Zugang zu illegalen Inhalten durch Stoppschilder zu erschweren, die man nahezu ohne Aufwand einfach umfahren kann, brachte am Freitag CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn auf den Punkt: “Da die Server erst dann auf die BKA-Sperrlisten gelangen können, wenn sie den Ermittlern bekannt sind, gibt es keine Ausrede der Strafverfolger, nicht unmittelbar gegen die Betreiber vorzugehen.”

Apr 18

Nach dem Besuch bei Zensursula” (scusiblog.org)

Nach der Mahnwache vor dem Gebäude sind noch viele Teilnehmer zum Hinterausgang gegangen. Wir wollten ja alle nochmal Zensursula mit unseren Winkelementen zuwinken. Die Polizei hat aber gleich mal gezeigt wie das ab jetzt läuft mit dem ausblenden und hat allen Anwesenden Platzverweise erteilt. Naja, so kann man auch Kritik und Protest ausblenden, aber einen wirklichen Grund für die Platzverweise gab es nicht. Man wollte wohl der Frau Zensurministerin nur ersparen sich den Pöbel ansehen zu müssen der sich erdreistet gegen ihre vorgeschobene Symbolpolitik zu protestieren.

Apr 17

Über das Ziel hinausgeschossen” (rhein-zeitung.de)

Nicht alles, was auf den ersten Blick einleuchtend klingt, hält einer Nachprüfung stand. Die Zweifel beginnen bereits bei den genannten Zahlen: 80 Prozent der Internetnutzer geraten laut Ministerin zufällig auf Kinderporno-Seiten. Das „zufällig” darf man bezweifeln, wenn man die eigenen Erfahrungen zugrunde legt und im Bekannten- und Kollegenkreis nachfragt. Niemand ist je auf solche Seiten geraten.

Apr 17

Ein Stoppschild fürs reine Gewissen” (tagesspiegel.de)

Der Vertrag, den fünf Internetanbieter mit dem Bundeskriminalamt öffentlichkeitswirksam unterzeichneten, erschwert den Zugang zu kriminellen Inhalten – ungefähr so, wie ein rotweißes Flatterband mit der Aufschrift “Polizei” einen Tatort absperrt. Solange kein Polizist daneben steht, ist das Band kein Hindernis, geschweige denn eine Mauer. Es ist nur ein Alibi.